Müssen sich CEOs zu brisanten politischen Themen äußern? Die Mehrzahl von ihnen sagt nein.

Auf die Frage, über welche gesellschaftlichen und politischen Probleme sie 2019 öffentlich sprechen wollten, antworteten 60 Prozent der 210 befragten CEOs, dass sie dies für 2019 überhaupt nicht planen würden. Ihr Thema: Business.

Immer wieder werden Unternehmen aufgefordert, sich zu umstrittenen politischen Themen zu äußern und Stellung zu beziehen. Um herauszufinden, wie groß hierzu die Bereitschaft ist, haben das „Center for Public Relations“ und das „Chief Executive Magazine“ Vorstandsvositzende in den USA befragt.

Als wichtigstes Kommunikationsziel für 2019 sehen 44 % der CEOs den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, 39 % die Differenzierung vom Wettbewerb. Nur wenige sind bereit, sich zu kontroversen Themen zu äußern.

Worüber wollen CEOs öffentlich sprechen? Die Umfrageergebnisse im Detail:

44 %Verkauf von Produkten und Dienstleistungen
39 %Differenzierung vom Wettbewerb
18 %Datenschutz
17 %Gesundheitsthemen
11 %Diversity und Inklusion
6 %Einwanderung
5 %„Fake News“

Die CEO-Umfrage ist Teil des jährlichen Berichts von USC Annenberg über die PR-Branche.

„In Zeiten, in denen hochkarätige Unternehmen wie Nike und Levi Strauss über gesellschaftliche Themen sprechen, ist es erstaunlich zu sehen, dass die Mehrheit der CEOs wenig Interesse daran hat, an dieser Diskussion teilzunehmen“, sagte Fred Cook, Direktor des USC Annenberg Center for Public Relations. „Die meisten von ihnen sind mehr daran interessiert, ihre Kommunikationskanäle zu nutzen, um ihre Produkte zu verkaufen und ihre Marken aufzubauen.“

rationalCEO, Christian Bargenda